Gründer-Garage Experteninterview: Christoph Räthke

Gründer-Garage 2014 Startup-Experte Christoph Räthke

Gründer-Garage 2014 Startup-Experte Christoph Räthke

Christoph Räthke unterstützt die Gründer-Garage 2014 als Experte und Botschafter und ist Gründer der Berlin Startup Academy (BSA) – ein dreimonatiges Mentoren-Programm für Startups, das wöchentliche Mentoren-Sessions und Workshops umfasst. Im Interview verrät er uns, warum für Gründer besonders in der Anfangsphase ein Accelerator-Programm vom Vorteil ist.

Christoph, als Experte und Botschafter unterstützt Du die Gründer-Garage 2014. Warum?
Die Gründer-Garage 2014 ist eine tolle Initative, um Menschen erstmals für Entrepreneurship zu begeistern. Mit Hilfe des kostenlosen Trainingsprogrammes lernen Gründer Methoden und Werkzeuge kennen, die ihnen dabei helfen, ihre Anfangsidee zu einem ersten Konzept zu entwickeln. Während des Wettbewerbs bekommen Gründer ihr erstes Feedback von Experten und von der Community – danach kann jeder ganz selbstkritisch entscheiden, ob er wirklich seine Idee weiterverfolgen möchte oder nicht.

Was sollten Gründer Deiner Meinung nach tun, nachdem man in der Gründer-Garage 2014, an der Uni oder in einer Community-Initiative angefangen hat, an seiner Idee zu arbeiten?
Für die, die mit ihrer Idee im Bereich “Internet” unterwegs sind, habe ich auf diese Frage eine klare Antwort: Bewerbt euch bei einem Accelerator! Dabei geht es mir in diesem Moment nicht darum, was ein Accelerator für Euch tun kann. Das lässt sich überall nachlesen; zu den Annehmlichkeiten gehört oft ein kleines Investment, kostenloser Office Space, kostenlose Rechtsberatung und viel Mentoring. Mir geht es darum, wozu euch die Bewerbung zwingt, ganz egal, ob ihr aufgenommen oder abgelehnt werdet.

Warum sollten sich Gründer bei einem Accelerator bewerben?
Die Bewerbung bei einem Accelerator ist meiner Erfahrung nach für viele Gründer das erste Mal, dass sie ihre Idee Profis, die von Profitdenken getrieben werden, präsentieren müssen. Jeder kann auf unverbindliche Art einer Idee hinterherhängen und sich selbst als einen, sagen wir mal, “Gründungsinteressierten” bezeichnen. Aber wer sich für die Teilnahme z.B. in der Berlin Startup Academy bewirbt, muss mit jemandem sprechen, der es sich schlicht und einfach nicht leisten kann, mit lediglich “Interessierten” zusammenzuarbeiten: mit mir. Und so geht es auch den anderen Programmen. Wer mit mir oder den Verantwortlichen anderer Accelerators spricht, hört nicht nur die pointierten Fragen, von denen er auch in den Internetkursen erfährt: Exakte Problembeschreibung, Zielgruppendefinition, Value Proposition? Sondern er (oder sie) erfährt auch sofort die Konsequenz darauf, auf diese Fragen keine guten Antworten zu haben. Und die lautet: Lass es sein. Mit dieser Idee kann weder ich noch irgendjemand dir helfen. Komm wieder, wenn du wirklich weißt, was du tun willst.

Oftmals müssen Gründer bei solchen Programmen Anteile abgeben. Warum sollte ich das tun?
So richtig ernst – und damit richtig wertvoll – wird die Vergabe oder Ablehnung von Unterstützung meiner Meinung nach erst dort, wo es beiden Seiten an den Geldbeutel geht. Das weiß ich deswegen, weil ich entweder als Mentor oder mit meiner Firma Berlin Startup Academy oft mit Gründern oder Teams spreche, die an der Schnittstelle zwischen “nebenher ein paar Monate in ihre Idee gesteckt haben” und “richtig Ernst machen, Job kündigen, Geld investieren” stehen. Ein Gründer, der für Unterstützung weder Geld noch Anteile abgeben muss, kann halt jederzeit und ohne Konsequenzen wieder aussteigen. Das gilt auch umgekehrt für einen Berater, wenn er „no skin in the game“ hat, wie die Engländer so schön sagen.

Es gibt so viele Programme für Gründer. Was unterscheidet die Berlin Startup Academy (BSA)?
Mein Unternehmen, die BSA, ist perfekt für Gründer in der Anfangsphase geeignet, da eigentlich alle anderen Programme ein späteres Bewerberlevel voraussetzen – komplettes Team, Prototyp auf dem Markt, erste Nutzer-Transaktionen. Wir fangen etwas früher an und helfen, diese Punkte erst einmal zu erreichen, was ein idealer Anschluss an die Gründer-Garage 2014 darstellt. Aber in punkto Ideen, Machbarkeit, Finanzierbarkeit, Marktpotential sind wir genauso kritisch; “mach was anderes” ist entsprechend der Rat, den 8 von 10 Bewerbern von mir bekommen. Und wer weiß – dieses “Andere” ist womöglich der Volltreffer. Aber das wird niemand erfahren, der unter den “Interessierten” bleibt. Nur der, der sich traut, den Schritt in die Realität zu machen.

Wie kann man sich bei der BSA bewerben und wann startet Euer neues Semester?
Gründer, die sich für das kommende BSA-Semester interessieren, können bei unserem nächsten DemoDay bereits Mentoren kennenlernen und im Gespräch die eigene Geschäftsidee vorstellen. Die nächste Veranstaltung findet am 29.08.2014 um 16 Uhr statt. Der Eintritt ist kostenlos – wir haben 10 Tickets für die Teilnehmer der Gründer-Garage 2014-Teilnehmer reserviert. Hier kannst Du Dir ein Ticket sichern.

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2 Kommentaren

  1. Der Link zu den Tickets des BSA funktionier leider nicht. Wäre denke ich für alle schön, wenn der funktionieren würde.

    LG
    Assad

    • Anonymous

      25.08.2014 · Antworten

      Assad, danke fürs Bescheid geben. Irgendwie ist da technisch was schief gelaufen und alle Tickets sind weg. Möchtest Du gerne kommen? Wenn ja, dann fragen wir kurz beim Veranstalter nach.

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