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Effiziente Ausnutzung von Reisegepäck

veröffentlicht am 30. August 2017 um 17:09

Kurzbeschreibung der Idee

Das Portal unterstützt die optimale Auslastung von Reisegepäck, weil es Reisende und Menschen am Zielort der Reisenden zwecks Güteraustausch zusammenbringt.

Wie funktioniert das Portal

Beschreibung der Idee

Auf der Plattform sollen Reisende und Menschen am Zielort der Reisenden zwecks der Mitnahme von Waren, Dokumenten etc. zusammenkommen, wobei die Reisenden als private Boten wirken. Zum einen können Reisende auf dem Portal ihr Angebot zur Mitnahme von Paketen u.ä. posten: „Kann für 20 EUR bis zu 5kg in meinem Reisegepäck unterbringen“; aber auch ihre Bereitschaft, bestimmte Dinge an seinem Abreiseort einzukaufen und dem Empfänger am Zielort des Reisenden mitzubringen: „Bringe gerne 10kg frisches deutsches Brot zum Preis von 20 EUR mit“. Zum anderen können Menschen am Zielort der Reisenden ihre Gesuche posten: „Wer bringt mir nach Thailand für 15 EUR Bockwürstchen und Senf mit“ oder „Wer bringt mir für 10 EUR meine Dokumente nach Amerika“, die dem Reisenden zuvor am Abreiseort zur Mitnahme übergeben werden. Reisende und Empfänger sind frei in der preislichen Gestaltung ihrer Angebote und Gesuche. Stimmen Reisende und Empfänger auf der Plattform zur Transaktion überein, überweist der Empfänger den mit dem Reisenden vereinbarten Betrag an das Portal, der dann an den Reisenden nach durch den Empfänger bestätigten erfolgreicher Übergabe ausgezahlt wird. Da wir nicht möchten, dass wie bei anderen Anbietern der „Sharing Economy“ traditionelles Gewerbe (hier Transportdienstleister) unter Druck gesetzt und das Risiko und die Bedingungen an den Normalbürger ausgelagert werden, möchten wir dem Business Modell eine Genossenschaft zugrunde legen. Die Genossenschaftsmitglied erhalten die Möglichkeit „günstig“ Güter auszutauschen sowie das Recht, einen jährlichen Gewinn ausbezahlt zu bekommen.
Die Reisenden können bewertet werden, so dass Empfänger bei der Auswahl der Angebote auf ihre Gesuche nicht nur nach Preis auswählen können, sondern auch nach Zuverlässigkeit der Reisenden in ihrer Funktion als Boten.
Die Teilnehmer steigen mit einer kleinen Einlage von wenigen Euro in die Genossenschaft ein und erhalten damit die Möglichkeit „günstig“ Güter auszutauschen sowie das Recht einen jährlichen Gewinn ausbezahlt zu bekommen. Für jede Transaktion wird eine Vermittlungsgebühr berechnet, die jedoch nicht ausgezahlt, sondern mit dem Gewinn an alle einmal jährlich ausgezahlt werden soll. Die Teilnehmerzahl ist dann zwar kleiner, aber dafür sind die Leute ernsthafter dabei und die Kosten sind besser finanzierbar (Einlage gibt Anschub, keine Kosten durch Irrläufer). Auch bekommen die technischen Entwickler der Plattform in Afrika von dem Gewinn etwas ab und können mitentscheiden, wie was investiert wird. Das bringt die Menschen in einen Dialog. Als erste Genossen könnten z.B. Vereine, kleinere Firmen. Selbständigen und Ideallisten eintreten. Die Reisenden als Boten verdienen Geld, indem sie Platz in ihrem Reisegepäck zur Mitnahme von Sendungen etc. anbieten. Die Empfänger erhalten Waren oder Dokumente nicht nur günstiger als über einen konventionellen Versand, vor allem wenn Reisender und Empfänger weit voneinander entfernt sind, sondern es bieten sich ihnen überhaupt erst die Möglichkeit, die Sendungen zu erhalten (Amazon liefert z.B. nur Lebensmittel nur im nationalen Radius).

Portal zum weltweiten Gütertransport

Warum die Idee zu mir passt:

Wir haben vor ein paar Jahren einen gemeinnützigen Verein gegründet, der IT Bildung in Afrika unterstützt. Die Arbeit dort ist noch ehrenamtlich, wir arbeiten aber darauf hin, dass der Verein zumindest einen Teil dieser Arbeit über Stellen entlohnen kann. Das Portal soll auch den gemeinnützigen Verein unterstützen und zwar in dreierlei Hinsicht: so soll ein Teil des Profits die gemeinnützige Arbeit des Vereins finanziell fördern, der Verein von dem günstigen Transport von z.B. Hardware nach Kenia, dem Fokusland des Vereins, über die private Mitnahme von Reisenden profitieren und die „App“ für das Tool als praktische Übung und präsentierbare Arbeit von Studenten unserer IT Kurse entwickelt werden. Die Idee ist uns also deswegen so wichtig, weil sie unserem Verein hilft, sich zu entwickeln und weil wir unsere Leidenschaft, Menschen aus dem globalen Norden mit dem globalen Süden zusammenzubringen, technische Herausforderungen auszutüfteln und kreative Lösungen für Herausforderung zu finden, vor der wir als Verein und privat selbst oft standen wie dem günstigen Transport von Sendungen nach Afrika oder dem Mitbringen von hier ach so vermissten Produkten aus Afrika.

Welches Problem wird gelöst?

1. Problem: Internationale Sendungen, vor allem in andere Kontinente, sind oft sehr teuer (z.B. 80 EUR für einen Brief mit DHL oder UPS nach Afrika), während im privaten Reisegepäck oft noch Platz ist.
2. Problem: Millionen Menschen leben außerhalb ihrer Herkunftsländer und wünschen sich z.B. Produkte aus ihrer alten Heimat (z.B. deutsches Brot. Würstchen und Senf nach Thailand). Die internationale Bestellung von Lebensmitteln auf Anbietern wie Amazon steckt hingegen noch in den Kinderschuhen, meist ist ein internationaler Versand, z.B. nach Afrika, nicht möglich.

Welche Vorteile vor anderen Produkten/Dienstleistungen hat die eingereichte Idee? (USP)

Der Kunde entscheidet sich für unser Portal, weil er Dinge mitgebracht bekommt oder transportieren lassen kann, die er entweder über die Anbieter auf dem Markt nicht bestellen kann oder nur gegen einen hohen Preis. Das Portal lagert aber nicht einfach Risiken aus, sondern bindet alle im Genossenschaftsmodell ein.

Wofür engagierst Du Dich mit dieser Idee?

Die effiziente Ausnutzung von Reisegepäck zur Schaffung einer Win-Win-Situation für Reisende und Empfänger und die Umwelt, da keine zusätzliche Sendung von A nach B gebracht werden muss ohne die Nachteile, die die Sharing Economy mit der Risikoauslagerung an die Nutzer mitsichbringt. .

Risiken & Herausforderungen

Um das Risiko für beide Seiten – Reisender als Bote und Empfänger – zu reduzieren, ist folgendes Verfahren vorgesehen: Der Empfänger postet, dass er ein/bestimmte(s) Produkt(e), Dokumente von Ort/Land A nach Ort/Land B mitgebracht haben möchte. Der Reisende als Bote kann dem Empfänger ein Angebot machen und Zeit/Ort für die Übergabe festlegen. Wenn der Empfänger einwilligt (idealerweise bekommt er mehrere Angebote), ist die Transaktion gebucht. Der Empfänger zahlt den vereinbarten Betrag an das Portal, welches den Betrag an den Reisenden als Boten nach erfolgreicher Übergabe unter Abzug einer Vermittlungsgebühr, die der Empfänger zahlt, auszahlt. Wie weiß das Portal, dass die Übergabe erfolgreich war und beide Seiten zufrieden sind? Der Reisende lässt den Empfänger bei Übergabe unterschreiben (gedacht ist hier entweder eine elektronische Unterschrift in der App oder ein Papierdokument, das anschließend fotographiert und hochgeladen wird.
Die große Herausforderung wird sein, die Genossenschaft so wachsen zu lassen, dass sich das Posten von Anfragen lohnt und der Empfänger Angebote zur Auswahl erhält. Eine weitere Herausforderung damit zusammenhängend wird sein, es für den Reisenden attraktiv zu machen, Sendungen mitzunehmen. Der kleine Zuverdienst, der sich mit der Mitnahme von Sendungen erwirtschaften lässt, wird wahrscheinlich nicht ausreichend als Motivator wirken. Vielmehr glauben wir aus eigener Erfahrung, dass Reisende aus der Lust heraus, Sendungen mitzunehmen, um dann umgekehrt Sendungen und Produkte zu erhalten, agieren. Wir glauben, dass es innerhalb der Expats, Reisenden und der NGO Welt eine Community gibt, die recht ähnlich gestrickt ist (siehe Airbnb, Couchsurfing).
Risiko für den Boten: Reisender als Bote soll eine Sendung mitnehmen, deren Inhalt er nicht gesehen hat.
Überwindung: Die Sendungen zur Mitnahme dürfen nur lose verpackt sein, so dass der Reisende sich vom Inhalt überzeugen kann. Er darf jede Sendung ablehnen. Sowohl Reisende Auftraggeber und Empfänger werden bewertet; die Bewertungen sind für alle Beteiligten einsehbar, so dass sich unzuverlässige oder unseriöse Akteure schnell aussortieren.
Risiko für den Boten: Reisender als Bote geht eine Transaktion mit einem Empfänger ein, kauft Waren an seinem Abreiseort zur Übergabe an den Empfänger am Ankunftsort. Empfänger lehnt Empfang (nicht die bestellte Ware, fehlerhaft, beschädigt etc.) ab oder aber nimmt die bestellte Ware nicht in Empfang und gibt die Auszahlung des mit dem Empfänger vereinbarten Preises für den Kauf und Transport nicht frei.
Überwindung: Dem Reisenden als privatem Boten soll kein Risiko dafür entstehen, dass er in Vorleistung geht. Der Empfänger zahlt, sobald Reisender und Empfänger der Lieferung auf dem Portal zugestimmt haben, den vereinbarten Betrag an das Portal. Das Portal informiert den Reisenden, dass der Betrag vom Empfänger vollständig eingezahlt wurde. Der Betrag wird an den Reisenden bei erfolgreicher Übergabe ausgezahlt. Sollte der Empfänger mit der Ware nicht zufrieden sein, vermittelt das Portal als problemlösende Instanz. Erscheint der Empfänger nicht zur Entgegennahme, bekommt der Reisende den vom Empfänger zuvor an das Portal gezahlten Preis dennoch ausgezahlt. Nun ist das Geld, das mit dem privaten Botendienst verdient werden kann, ein Motivationsgrund, wohl aber nicht der wichtigste-
Risiko für den Empfänger: Er hat für die Überbringung einer Sendung gezahlt, der Reisende erscheint aber nicht zur Übergabe.
Überwindung: Das Portal greift bei Anrufung von Hilfe durch den Empfänger ein und fordert den Boten auf, eine neue Übergabe zu vereinbaren. Kommt diese nicht zustande, zahlt das Portal den Betrag an den Empfänger wieder zurück; der Empfänger kann den Reisenden als Boten mit einer schlechten Bewertung versehen / blocken.

Kategorie

Digitale Technologien, Dienstleistungen

Szenario

1. Szenario:
Unser Verein Leapfrog möchte gerne 3 Laptops sowie kleineres Zubehör in eines unserer Projekte in Kenia transportieren. Für einen Containertransport ist die Menge viel zu gering, die Kosten mit DHL, UPS etc. mit Luftfracht liegen bei mehreren hunderten Euros. Wir posten das Gesuch auf dem Portal und ein Reisender (z.B. Mitarbeiter eines anderen Vereins, die auch in Kenia tätig sind) bietet an, die Sendung mitzunehmen und am Zielort an unseren Partner zu übergeben.
2. Szenario:
Ein deutscher Pensionär lebt in Thailand und sehnt sich nach deutschem Brot, Würstchen und Senf. Er postet in dem Portal, wer ihm demnächst die Waren aus Deutschland mitbringen kann. Ein deutscher Urlaub macht ihm ein Angebot für den Einkauf und die Mitnahme und freut sich, denn wenn der deutsche Pensionär mal wieder auf Heimaturlaub in Deutschland ist, kann er ihm sicher thailändische Gewürze mitbringen.

Geplante Entwicklung

Eine Plattform mit tausenden von Nutzern, die ihr Reisepäck mit der Mitnahme von Sendungen optimal ausnutzen.Beginnen würden wir in einer Pilotphase zunächst mit 2 Zielgruppen, bei denen davon auszugehen ist, das Bedard ist und die nach innen eine Art Community bilden und sich vertrauen. Wir denken hier an Menschen mit türkischem Migrationshintergrund und international agierendeNGOs/Vereine. Bevor weitere Zielgruppen hinzukommen, würden wir die Ergebnisse auswerten und Schwachstellen ausbügeln.

Werte

Wir sind aus eigener Erfahrung davon überzeugt, dass es unter Firmen, Expats, NGOs und Reisenden viele Menschen gibt, die Freude an der Mitnahme von Sendungen haben, weil sie damit bei nächster Gelegenheit sich auch etwas mitbringen/transportieren lassen können, für deren Transport sie sonst entweder viel Geld zahlen müssten, oder was sie auf dem Markt gar nicht bestellen könnten. Zudem glauben wir, dass die diese Kunden Freude daran haben, gemeinsam mit ähnlich Denkenden weltweit über das Genossenschaftsmodell zu entscheiden, wie der Gewinn investiert wird.

leapfrogservice's Idee

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