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Mein Freiraum

veröffentlicht am 4. September 2017 um 11:11

Kurzbeschreibung der Idee

Gemeinsam schaffen wir kommerzfreie Rückzugsräume in der Innenstadt. Wir erobern uns die Stadtzentren zurück und fördern mit diesen Freiräumen das ungezwungene soziale und nachhaltige Miteinander.

Logoentwurf

Beschreibung der Idee

Mit dem Freiraum sollen Menschen zusammen gebracht werden. In geschütztem, ungezwungenen und gemütlichen Rahmen soll das Miteinander gefördert und gestärkt werden. Eine Küche, die gemeinschaftlich genutzt werden soll, lädt zum gemeinsamen Kochen ein. Lokale nachhaltigkeitsinitiativen können sich dort vernetzen und darstellen. So könnte zum Beispiel über einen sogenannten Fairteiler von Foodshaing dort Lebensmittel kostenlos verteilt werden.

Mitarbeiter werden für geregelte Öffnungszeiten und Sauberkeit sorgen und stehen den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite.

Die Finanzierung der Fixkosten wie z. B. Miete, Betriebs- und Personalkosten erfolgt über Mitgliedsbeiträge. Bei 5 € Monatsbeitrag und 2.000 Mitgliedern stehen somit monatlich 10.000 € dafür zur Verfügung.

5 € im Monat für ein Stück Zuhause im Zentrum

Die Mitgliedschaft bei Mein Freiraum ist hoch attraktiv. Für nur 5 € im Monat, erhalten die Mitglieder eine gemütliche und betreute Zweigstelle ihres eigenen zuhauses. Dort können dann Getränke und Speisen zum Einkaufspreis verzehrt werden. Selbst bei nur gelegentlicher Nutzung im Jahr lohnt sich das schnell im Vergleich zu Restaurant- und Barbesuchen.

Warum die Idee zu mir passt:

Ich engagiere mich seit einiger Zeit in verschiedenen Nachhaltigkeitsinitiativen. Aktuell hauptsächlich bei Transition Town Braunschweig. Über dieses Engagement bin ich in Braunschweig gut vernetzt. Immer wieder fällt mir auf, dass den nachhaltigkeitsinitiativen zentrale Treffpunkte fehlen. Daher möchte ich in jedem Fall in Braunschweig einen Freiraum gründen und damit zunächst drei Arbeitsplätze schaffen. Ich freue mich aber über jeden Unterstützer und Mitmacher auch in anderen Städten.

Welches Problem wird gelöst?

Das Zentrum der Städte unterliegt zu weiten Teilen kommerziellen Zwängen. Es bleiben kaum noch frei zugängliche und geschützte Rückzugsräume, die ein ungezwungenes Miteinander ermöglichen. Das soziale Leben wird an den Rand der Zentren gedrängt während die Mitte dem Kommerz zum Opfer fällt.

Die Stadt gehört den Menschen - lasst sie uns zurückerobern!

 

Welche Vorteile vor anderen Produkten/Dienstleistungen hat die eingereichte Idee? (USP)

Bars und Restaurants befriedigen das Bedürfnis nach Treffpunkten nur unzureichend. Durch die Finanzierung der Fixkosten über den Verkauf von Speisen und Getränken steht der Verkauf im Vordergrund. Eine Atmosphäre, die zum verweilen ohne Konsum einlädt, könnte sich sogar existenzbedrohend auswirken.

Andererseits gibt es über kommunale und karitative Angebote zahlreiche Treffpunkte. Diese sind jedoch meist außerhalb in sogenannten sozialen Brennpunkten. Durch die Nutzung von dem entsprechenden Klientel fühlen sich aber andere Bürger von diesen Angeboten meist nicht angesprochen.

Auch bieten manche Initiativen und Vereine ähnliche Treffpunkte an. Diese werden leider meist ehrenamtlich betreut, wodurch eine zuverlässige Öffnung meist nicht gewährleistet werden kann.

Wofür engagierst Du Dich mit dieser Idee?

Mein Freiraum soll den Menschen einen zentralen Anlaufpunkt bieten. Im Miteinander sollen Erfahrungen zu einem genügsameren Lebensstil (Suffizienz) ausgetauscht und erprobt werden. Dazu gehören auch Veranstaltungen und Workshops.

Risiken & Herausforderungen

Eine Herausforderung besteht in der Trägerschaft über die Mitglieder. Den Mitarbeitern im Freiraum muss bewusst sein, dass nur eine hohe Serviceorientierung Mitglieder dauerhaft von dem Konzept überzeugt. Auch die permanente und intensive Einbindung der Mitglieder soll dazu beitragen.

Die Missgunst anliegender gastronomischer Betriebe macht es erforderlich, rechtlich absolut sauber zu arbeiten. Enger Kontakt zu GEMA, Gesundheitsamt, Finanzamt und Gewerbeamt dürften unerlässlich sein. Auch könnte es helfen, den Gastronomen ihren Vorteil aufzuzeigen. Durch die geringen Verzehrkosten machen die Freiräume kein Geld streitig. Vielmehr bringen die Freiräume Menschen in das Stadtzentrum, die sich sonst vielleicht nur zu Hause getroffen hätten. Schaffen die Gastronomen interessante Angebote, könnte so sogar neue Kunden erschlossen werden.

Durch die geringen Verzehrkosten könnten die Freiräume auch interessant z. B. für obdachlose Menschen werden. Durch die Aufnahmegebühr und die erforderliche Mitgliedschaft besteht jedoch eine gewisse Hürde. Hier muss unbedingt auf eine ausgewogene Zusammensetzung der Mitglieder geachtet werden.

Kategorie

Essen & Trinken, Soziales, Urbanes Leben

Szenario

Idealerweise können Freiräume in größeren Städten etabliert werden, die bereits über eine gewisse Freizeitszene im Umkreis des geplanten Freiraumes verfügen. Studentenstädte scheinen zunächst besonders geeignet.

Geplante Entwicklung

Ziel ist es, in möglichst vielen Stadtzentren Freiräume zu etablieren. Eine gemeinsame Plattform ermöglicht den Erfahrungsaustausch und dient als gemeinsames Sprachrohr. Durch die lokale Deckung der Fixkosten können auch Mitglieder anderer Freiräume Zugang zu Freiräumen in anderen Städten bekommen. So wird der überregionale ... und in ferner Zukunft, der internationale Austausch gefördert.

Werte

Der typische Nutzer der Freiräume trifft sich gerne mit Freunden und Bekannten. Dazu geht er auch gerne im Stadtzentrum weg. Durch die hohen Preisen in Bars und Restaurants, sowie die monotonen Angebote, verlagern viele diese Treffen ins Private. Hier bietet Mein Freiraum eine echte Alternative.

Die Nutzer werden in der Regel kostensensibel sein und über ein geringes bis mittleres Einkommen verfügen. Es sollen sowohl konsumorientiertere Menschen wie auch Menschen aus der umwelt- und Konsumbewussten Szene angesprochen werden.

michaeljester's Idee

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