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Matcharity | Japanese Social Tea

veröffentlicht am 1. September 2017 um 10:42

Kurzbeschreibung deiner Gründung

Unser Ziel: Grenzen überbrücken. Wir überwinden kulturelle und sprachliche Barrieren und die Komplexität beim internationalen Versand von japanischem Tee. Wir schaffen dauerhafte Beziehungen zwischen japanischen Bauern & deutschen Konsumenten.

Das misteriöse Sterben der japanischen Tee-Bauern

Beschreibung deiner Gründung

Unsere Lösung
Durch die Vereinfachung der Lieferkette von „der Farm auf den Tisch“, versuchen wir die sprachlichen und logistischen Barrieren zu reduzieren, die Japan vom Rest der Welt trennen (weniger als 5% des japanischen Tees wird exportiert).
Durch Matcharity sind kleine Unternehmen – vor allem die traditionellen Familienbetriebe und -hersteller – in der Lage, auf den deutschen Markt zuzugreifen (und umgekehrt), der neue Hoffnung für eine sterbende Industrie bietet.

Wir machen es einfach für Tee-Liebhaber in ganz Deutschland die kleinen, handwerklichen Unternehmen in der japanischen Tee-Industrie direkt zu erreichen. Von familiengeführten Teefarmen bis hin zu handwerklichen Teestudios, winzigen Teehändlern und historischen Teestuben helfen wir bei der Lokalisierung, Förderung, Exportregulierung und beim Versand. Durch die Auflistung dieser Unternehmen und ihrer Produkte auf dem Matcharity-Marktplatz, schaffen wir ein Tor in die Welt des japanischen Tees.

Wir wollen eine Plattform schaffen, um nicht nur leicht die besten Tees zu finden, die Japan zu bieten hat, sondern ein System, durch das Käufer und Verkäufer trotz der Sprachbarriere übereinander lernen können. Käufer haben Zugang zu detaillierten Informationen über alle Lieferanten. Bewertungen von Produkten sind nicht nur für andere Kunden gemeint, sondern wenn nützlich, werden sie auf japanisch als Feedback für die Verkäufer übersetzt.

Verkäufer werden über den Vornamen, die Stadt und das Land eines Kunden und das Produkt, das sie gekauft haben, informiert. Sie können auch Fotos von ihren Aktivitäten posten, um ihre Arbeit und ihr Leben zu präsentieren.

100% Social Business
Matcharity ist ein Social Business-Projekt - ein Social Food Starup - bestehend aus dem Matcharity e.V. und dem Atelier Wabi Sabi. Wir arbeiten auf Selbstkostenbasis und reinvestieren unseren Gewinn (abzgl. unserer Kosten) zu 100% in unsere Projekte. Der Verein trägt sich selbst durch Spenden, Förderbeiträge und Mitgliedsbeiträge. Das Atelier Wabi Sabi ist für den Aufbau und die Umsetzung des Matcharity-Marktplatzes zuständig

Prinzipien der Teekampagne übertragen
Es sollen sämtliche Prinzipien der Teekampagne auf das Projekt übertragen werden, wie Verzicht auf Zwischenhandel, Großpackungen, Versandhandel, Reduzierung der CO2-Emissionen, fairer Handel etc.

Wie spart es Kosten?
Gemäß den Prinzipien der Teekampagne wollen wir unnötigen Aufwand an Material und Kosten vermeiden, indem wir auf Kleinpackungen verzichten, uns auf einige wenige Sorten japanischen Tees beschränken und nicht überall und jederzeit verfügbar sein wollen.

 

MATCHARITY | JAPANESE SOCIAL TEA

Warum die Idee zu mir passt:

Matcharity, das sind wir - Lina Zivanovic (Japanerin und "Wagashi-Meisterin") und Sven Zivanovic (Ökonom). Wir sind seit 12 Jahren glücklich verheiratet und haben zwei wundervolle Kinder. Am 11. März 2011 traf Japan ein Erdbeben und löste eine Dreifach-Katastrophe aus. Zu diesem Zeitpunkt, im Januar 2011 bekamen wir unser zweites Kind und planten zurück in meine Heimatstadt zu gehen und ich freute mich schon sehr darauf. Diese Reise mussten wir daraufhin absagen. Danach verging die Zeit wie im Flug und nun ist unser jüngstes Kind dieses Jahr schon 6 Jahre alt geworden. Wenn wir ihn aufwachsen sehen, gehen uns die Kinder nicht aus dem Kopf, die bei der Katastrophe ihre Eltern verloren haben. Jetzt, da unsere Kinder schon etwas älter sind und wir etwas mehr Zeit für uns haben, wollten wir etwas tun, um den Kindern aus Tôhoku zu helfen. Vor zwei Jahren starteten wir unser Buchprojekt, dass uns dazu motiviert hat, uns mit dem Social Business-Modell zu beschäftigen. Wir sind seit August 2015 mit verschiedenen sozialen Projekten im AndersGründer-Programm und im Social Impact Finance-Programm des Social Impact Labs in Frankfurt dabei und haben in dieser Zeit auch das Konzept für unser Social-Startup Matcharity entwickelt. Hier haben wir uns eingehend mit dem Social Business Modell und mit der Gründung von Sozialunternehmen beschäftigt und erhalten dabei großartige Unterstützung von vielen tollen Menschen des Social Impact Lab-Netzwerks und viele unserer Freunde begleiten und bei meinem Projekt. Wir wollen zeigen, dass erfolgreiches Unternehmertum auch mit Social Impact möglich ist. Wir stehen nun am Anfang unseres Matcharity-Projekts und begeben uns alle auf eine spannende und interessante Reise. Mit Euch. Und mit Matcharity. Wir wollen uns Schritt für Schritt weiterentwickeln, wachsen und mit jedem Schritt retten wir die Träume eines weiteren Kindes aus Tôhoku. Zugleich möchten wir mit unserem Matcharity Tee-Projekt auch die Tradition der japanischen Tee-Bauern retten. Es würde uns sehr glücklich machen, wenn wir mit diesem Projekt einigen Menschen eine Freude machen könnten. Wir möchten damit anderen helfen und gleichzeitig einen Beitrag zur Verbreitung der japanischen Kultur leisten.

Welches Problem wird gelöst?

Das Ziel dieser Kampagne ist: Grenzen zu überbrücken.

Wir wollen es ermöglichen, kulturelle und sprachliche Barrieren zu überwinden – vor allem die Barrieren der Komplexität beim internationalen Versand von japanischen Lebensmitteln. Unser Glaube an Wirtschaften durch Kommunikation bedeutet, dass wir versuchen, dauerhafte Beziehungen zwischen japanischen Produzenten und deutschen Konsumenten zu schaffen – mehr als „vom Bauer auf den Tisch“, wollen wir „von Mensch zu Mensch“ fördern.

Auf dem Matcharity-Marktplatz können Sie über die Landwirte lesen, die Ihren Tee anbauen und wir übersetzen Ihre Produktbewertungen und Fragen auf japanisch, damit die Landwirte auch mehr über Ihre Erfahrungen lernen können!

Durch Zweisprachigkeit und japanischer Kulturexpertise versuchen wir die japanische Kultur in die Hände der deutschen Verbraucher zu bringen.

Welche Vorteile vor anderen Produkten/Dienstleistungen hat die eingereichte Gründung? (USP)

Die Prinzipien der Teekampagne auf japanischen Tee übertragen

* Wenige Sorten besten japanischen Tees, wie Sencha, Genmaicha oder Hojicha, dafür in höchster Qualität

* Nur in Großpackungen

* Kein Zwischenhandel

* Wir sparen Material, Lagerkosten und Transportwege und sparen so Co2-Emissionen ein

* 100% Social Business - wir arbeiten auf Selbstkostenbasis und können so faire Preise bezahlen und soziale Projekte fördern

Unsere Kampagne steht für ein nachhaltiges und faires Wirtschaften, sowie einen respektvollen Umgang mit Mensch und Natur. Wir werden auf aufwendiges Marketing verzichten und stattdessen auf Mund-zu-Mund-Propaganda unserer Matcharity-Botschafter setzen. Außerdem wollen wir nach dem Vorbild der Teekampagne ein Rückverfolgbarkeitsprogramm etablieren, um die einzelnen Tees bis zu den Teegärten, aus denen sie stammen, rückverfolgbar zu machen.

 

 

Unsere Lösung

Wofür engagierst Du Dich mit dieser Gründung?

Soziale Mission
Die Matcharity-Teekampagne beginnt mit dieser Tatsache: 97% des in Japan produzierten Tees, bleibt in Japan. Mit Ausnahme einiger wichtiger Aktuere besteht  die japanische Teeindustrie aus Tausenden von kleinen Tee-Unternehmen (Hersteller, Großhändler und Teeläden) und Zehntausenden von Teebauern. Diese Situation, kombiniert mit einer Sprachbarriere und mangelnden technischen Fähigkeiten, erklärt, warum es so schwierig ist, Vielfalt und Qualität aus dem japanischen Tee-Markt für Käufer außerhalb von Japan zu erhalten.

Ein Markt im Niedergang: Der traurigste Aspekt des Tees in Japan ist, dass er nach und nach durch Mineralwasser, kohlensäurehaltige Sodas und natürlich Kaffee ersetzt wird. Vor 3 Jahrzehnten gab es von 202.673 Teehäuser; im Jahr 2015 waren es nur noch 20.144.
Quelle: http://www.maff.go.jp/j/seisan/tokusan/cha/pdf/meguji.pdf

Mit dem Durchschnittsalter der Landwirte über 60 und wenig Anreiz für die jüngeren Generationen, die harte Arbeit der Landwirte aufzunehmen, sehen wir das langsame Verschwinden von Industrie und Tradition.

Risiken & Herausforderungen

Kommt in den nächsten Tagen...

Kategorie

Nachhaltigkeit / Umwelt, Soziales

Szenario

Kommt in den nächsten Tagen...

Geplante Entwicklung

In unserer Rolle als Brücke zu einer Kultur und Lebensart, die reich an Tradition ist, wollen wir die kulturelle und historische Komplexität der japanischen Produkte vermitteln. Wir sind gespannt darauf, diejenigen mitzunehmen, die unsere Leidenschaft teilen und eine Gemeinschaft zu schaffen, in der das gegenseitige Verständnis groß ist.

Wir stellen uns eine Rückkehr zu einer einfacheren Zeit vor, als die Käufer den Namen und die Familie von denen kannten, die ihre Nahrung herstellten, und als die Verkäufer sich persönlich um ihre Kunden kümmerten. Obwohl Käufer und Verkäufer Ozeane auseinander sein können, wollen wir die enge Verbindung zwischen Menschen und lokalen, nachhaltigen Gemeinschaften die das Teeleben verkörpern, neu erschaffen.

Aufbau des Matcharity-Marktplatzes
Momentan arbeiten wir am Aufbau unseres Matcharity-Marktplatzes - einer Plattform, um nicht nur leicht die besten Tees zu finden, die Japan zu bieten hat, sondern ein System, durch das Käufer und Verkäufer trotz der Sprachbarriere übereinander lernen können.

Aufbau und Umsetzung der Lieferkette aus einem ersten Tee-Anbaugebiet in Japan
Mit einem ersten Tee-Bauern aus der Präfektur Aichi, Japan wollen wir eine Testphase starten, um die Lieferketten nach dem Vorbild des "Gründens durch Komponenten" aufzubauen und zu testen!

Etablierung eines Netzwerks der japanischen Tee-Bauern
Wir wollen die japanischen Tee-Bauern zwischen den großen Anbaugebieten in einem Netzwerk vereinen und sie dazu ermutigen, sich mit ihren internationalen Kunden, für die sie den Tee anbauen, zu verbinden.

Werte

Unser Kunde
Das Kundensegment ist wenig gestreut und lässt sich fast ausschließlich auf den umweltbewussten, japan-affinen Tee-Liebhaber festmachen. Unsere Kunden erhoffen sich durch ihr konsumiertes Produkt den Fair-Trade-Gedanken zu unterstützen, Nachhaltigkeit zu fördern, die Umwelt zu schützen und durch die, mit dem Kauf des Tees unterstützten Projekte, die kulturelle Verständigung und Toleranz bzw. die deutsch-japanische Freundschaft zu stärken.

Auf unsere Beziehung zum Kunden und auf die Beziehung des Kunden zum Tee-Produzenten legen wir viel Wert. Wir interagieren mit dem Kunden über eine Website inklusive Online-Shop (den Matcharity-Marktplatz). Auf dem Matcharity-Marktplatz haben Käufer Zugang zu detaillierten Informationen über alle Lieferanten - sie können über die Tee-Farmer lesen, die ihren Tee anbauen und wir übersetzen ihre Produktbewertungen und Fragen auf japanisch, damit die Tee-Farmer auch mehr über die Erfahrungen dern Kunden lernen können. Die Tee-Farmer können Fotos ihrer Aktivitäten und ihrer Arbeit posten, um ihre Arbeit und ihr Leben zu präsentieren.

Unsere Werte
Unsere Werte drehen sich um 3 Kernwerte: Einfachheit, Authentizität und Menschen.
Wir wollen mehr sein als nur ein Sozialunternehmen. Wir hoffen, eine Brücke zwischen der deutschen und der japanischen Kultur zu werden, da wir japanischen Tee von einer Seite der Welt zur anderen bewegen.

matcharity's Gründung

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Dieser Balken zeigt auf einer Skala von 0-10 den Live-Faktor einer Idee und dem Gründer IM VERHÄLTNIS ZU ALLEN ANDEREN IDEEN UND GRÜNDERN an - 10 ist der beste, 0 der schlechteste Wert. Der grüne Balken verändert sich ständig, da er diese Idee in ein visuelles Verhältnis zu allen anderen Ideen bringt und alle Ideen ständig neue Votes, Kommentare, Bewertungen oder Expertenratings bekommen und die Gründer unterschiedlich aktiv sind. All das wirkt nämlich in diesen Algorithmus ein.
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