Interview mit Gründen-Live Botschafter Dave Balzer

Wir haben Dave Balzer, der als ehemaliger Teilnehmer und dieses Jahr als Botschafter Gründen-Live unterstützt, in einem Interview befragt:

Hallo Dave, bitte stelle dich kurz vor.

Mein Name ist Dave Balzer. Ich bin Projektleiter bei der Nachhaltigkeitsplattform iamgreen.at, Österreichs erste Gutscheinplattform für einen nachhaltigen Lebensstil.

2012 machte ich mit meinem Projekt “KhadiBAG” bei der Gründer-Garage mit (Anmerkung: Vorgänger von “Gründen Live”). Damit kam ich als einziges österreichisches Projekt unter die TOP25. Dank des Wettbewerbes und der erfolgreichen Crowdfundingkampagne konnte ich mein erstes Unternehmen gründen.

Mit KhadiBAG bin ich Projektpartner bei iamgreen, mit der wir uns erfolgreich am Markt etablieren konnten und es war für mich und uns an der Zeit, Danke zu sagen und etwas zurück zu geben. Deswegen sind wir mit iamgreen Botschafter und Preisgeber beim diesjährigen Gründen Live Wettbewerb und wir freuen riesig, dass wir junge Talente bei ihren nachhaltigen Projekten unterstützen können.

Wo können wir noch mehr über Dich und Deine Projekte erfahren?

Mit iamgreen verfolgen wir das Ziel, durch gezieltes Gutschein-Marketing die Awareness für nachhaltige Unternehmen und Angebote zu erhöhen. Mittels Ermäßigungen kann einer breiten Masse an KonsumentInnen der Umstieg auf einen nachhaltigen Lebensstil erleichtert werden.

iamstudent ist unsere erste Gutscheinplattform, exklusiv für Studenten. Das Projekt hat gezeigt, dass das Geschäftsmodell funktioniert und da war es nur ein logischer Schritt, weitere Plattformen hochzuziehen. Demnächst werden für weitere Zielgruppen Plattformen launchen – man darf also gespannt sein!

Neben iamgreen bin ich natürlich mit KhadiBAG noch an anderen Projekten beteiligt. Unter anderem produzieren wir für Greenpeace Österreich die Banner Bag Taschen, die aus alten Greenpeace Transparenten in einer sozialen Schneiderei mitten in Wien hergestellt werden.

Als Botschafter unterstützt Du Gründen-Live 2015. Was gefällt Dir am meisten an unserem Ideenwettbewerb?

Es gibt keinen einzelnen Aspekt der uns am meisten gefällt. Wir finden die Idee als Ganzes großartig – und genau das macht den Reiz dieses Wettbewerbes aus! Menschen mit tollen Ideen dazu zu bringen, ihre Gedanken Realität werden zu lassen, ist schlichtweg eine fantastische Sache.

Besonders interessant finden wir aber, dass der Wettbewerb bereits vor einer Gründung ansetzt und Projekten bereits bei der Ideenfindung hilft und bis zur erfolgreichen Gründung begleitet.

Damit den Gründern auch nach dem Wettbewerb geholfen wird, dafür sind wir da. Denn wenn der Wettbewerb endet, setzen wir mit unserem „iamgreen Stipendium“ an, das wir an das nachhaltigste Projekt vergeben. Dadurch möchten wir Projekte bis weit nach der Gründung mit Know-How und unserer Plattform helfen, sich erfolgreich am Markt zu positionieren.

Was bedeutet Entrepreneurship für Dich und wie kamt Ihr das erste Mal mit dem Thema in Berührung?

Entrepreneurship bedeutet für uns Gedanken und Ideen in die Tat umzusetzen. Die Comfort-Zone zu verlassen und etwas zu wagen. Der Großteil unseres Teams kann bereits auf Gründungen zurückblicken, meistens bereits während des Studiums. Einen konkreten Zeitpunkt für den ersten Kontakt zu nennen, fällt daher schwer. Im Prinzip war es bei allen ein langer Prozess. Von ersten Gedankenspielen über erfolgreiche und weniger erfolgreiche Versuche bis hin zur Gründung. Ganz wichtig dabei: Ausprobieren. Fehler machen. Hinfallen. Aufstehen. Nochmal probieren.

Was ist deiner Meinung nach ein richtig gutes Beispiel für eine kreative Gründung?

Besonders beeindruckt hat mich die Gründung von Slack, dem Kommunikationstool für StartUps und Unternehmen. Das Kreative an dieser Gründung ist weniger das Produkt an sich, sondern eher der Schaffensprozess bis zur Gründung. Eigentlich hatten die Gründer an einem komplett anderen Projekt gearbeitet. Ihr Problem dabei war aber, dass sie keine richtige Möglichkeit hatten, über die Entfernung hinweg miteinander einfach und schnell zu kommunizieren. Dafür hatten sie ihren IRC-Channel um selbst programmierte Tools erweitert. Ziemlich schnell kamen sie dann darauf, dass dieses Projekt eigentlich viel mehr Sinn macht und haben ihr eigentliches Projekt gekickt, um an Slack zu arbeiten – sehr erfolgreich, wie man sieht, bei einem Unternehmenswert von bereits über 1 Mrd. Dollar.

Warum sollte man gerade jetzt gründen?

Das Unternehmertum ist momentan im Mittelpunkt der Gesellschaft angekommen. In der medialen wie auch in der persönlichen Wahrnehmung spielen Start-Ups eine zunehmend wichtigere Rolle. Durch das gesteigerte Interesse ist man als Gründer keine Insel mehr, sondern kann sich relativ schnell vernetzen und Erfahrungen austauschen.

Deswegen die Gegenfrage: Warum sollte man nicht genau jetzt gründen?

Danke für das Interview, Dave!

Füge deinen Kommentar hinzu



* Benötigt

* Benötigt