Gründen-Live: Mehr Kopf statt Kapital. Intelligenter Wirtschaften

Dieser Onlinekurs basiert auf den Methoden und Techniken aus dem Buch “Kopf schlägt Kapital” von Prof. Faltin. Der Kurs ermöglicht es Dir systematisch Ideen weiterzuentwickeln und diese zu einem innovativen und tragfähigen Konzept auszuarbeiten. Die Texte, Trainingsvideos und Aufgaben der neun Module führen Dich Schritt für Schritt zu Deinem Entrepreneurial Design. In der passwortgeschützten Gründen-Live Community kannst Du den Kurs jederzeit individuell beginnen. Zudem findest Du in der Mediathek viele Interviews, Links zu hilfreichen Quellen sowie inspirierende Vorträge.

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Modul 1: Die Anfangsidee

Übung ausführen

Worin liegt die höchste Vollendung lt. Leonardo da Vinci?

Was braucht man heute als Gründer?

Was macht Tee teuer?

Die Entwicklung einer Idee kann man ganz bewusst und systematisch angehen (Karl Vesper)

Jeder hat das Potential zum Gründer. Es stimmt nicht, dass Du zum Unternehmer geboren sein musst. Es stimmt nicht, dass Du zwölf Stunden am Tag arbeiten musst, dass Du ein Patent haben solltest und viel Kapital brauchst. Es stimmt nicht, dass Du detaillierte Kenntnisse der Betriebswirtschaftslehre, der Rechtsfragen, des Marketings oder der Finanzierung brauchst. Prof. Faltin sagt das nicht einfach leichtfertig dahin, sondern mit der Erfahrung und Überzeugung aus über 30 Jahren Beschäftigung mit dem Gründungsthema.

Was Du wirklich brauchst, ist ein durchdachtes und ausgereiftes Konzept. Einfälle und Ideen gibt es viele, gute Gründungskonzepte dagegen sind ausgesprochen rar.

Wie entwickelst Du Dein eigenes Ideenkonzept?

Ja, mit einem Einfall, einer kleinen Idee fängt es an. Die lässt einen so leicht nicht mehr los, wenn man Potenzial in ihr sieht. Man recherchiert, arbeitet an der Idee, brütet darüber. Sie wächst, gewinnt an Tiefe und an Umfang. Man verwirft, entwirft neu, erlebt Durchbrüche, Rückschläge, bis alles irgendwann zur Passung gebracht werden kann.

Ideenkonzept muss mehr als 1 Bein haben

Wichtig dabei ist, dass das Ideenkonzept auf mehr als nur einem Bein steht. Ein gutes Entrepreneurial Design hat viel mit Kunst und Konstruktion zu tun. Es muss so austariert sein, dass es Stöße von außen flexibel auffangen kann und in eine stabile Lage zurückkehrt. Im Markt kann es passieren, dass Wettbewerber auf den Markt drängen und der ursprüngliche Marktvorteil des Gründers schwindet.

Daher merke: Ein gutes Ideenkonzept sollte daher möglichst auf mehr als einem einzigen Bein stehen können.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Am Beispiel der Teekampagne kann man das sehr gut erklären. Hier lautete die Anfangsidee: Kann man Tee nicht viel preiswerter anbieten? Ein Einfall, eine Vermutung nur, und doch der Auftakt für Größeres. Tee verlässt die Plantage als Endprodukt. Keine weiteren Verarbeitungsschritte sind notwendig. Nur noch verpacken.

Warum ist das Produkt dann im Tee-Geschäft so teuer?

Teuer machen den Tee die vielen Stufen des Zwischenhandels. Kann man das nicht umgehen?

Wie wäre es, wenn man den besten Tee einkauft, den es überhaupt gibt? Als Argument, und als Maßstab. Gibt es einen solchen Tee? Die Teeregion Darjeeling, die erste Pflückung nach der Winterpause – der legendäre First Flush. Ein unbestreitbarer Qualitätsmaßstab. Der beste Tee der Welt zu einem unschlagbar niedrigen Preis. Damit müssten doch die Käufer zu überzeugen sein? So, dass die Einkaufsmengen groß genug werden, um direkt im Erzeugerland einzukaufen?

Das Hauptstandbein: der Preis

Wir haben das Hauptstandbein gefunden: der deutlich niedrigere Preis gegenüber vergleichbaren Angeboten der Konkurrenz. Unterböte jemand unsere Preise, hätten wir noch weitere „Beine“:

  • die Vielzahl und Transparenz der chemischen Rückstandsanalysen
  • die Garantie für 100 Prozent reinen Darjeeling
  • oder die effiziente Logistik des Unternehmens als Folge eines einfachen Konzepts.

So einfach ist das?

Wenn Prof. Faltin von der Idee der Teekampagne erzählt, die mittlerweile mehr als 200.000 Kunden hat, das größte Teeversandhaus Deutschlands sowie der größte Importeur von Darjeeling Tee weltweit ist, hört er nicht selten:

"So einfach ist das! Warum bin ich da nicht bloß selbst drauf gekommen?"

Was als Ergebnis einfach aussieht, ist in Wirklichkeit das Resultat eines keineswegs einfachen und nicht selten langwierigen Prozess.

Und wie lautet Deine Anfangsidee?

Anders als in der herkömmlichen Gründungsberatung ist die Idee nicht einfach nur 'da'. Ähnlich wie ein Bildhauer kannst Du Dein Ausgangsmaterial bearbeiten, ein Ideengebilde schaffen, dass das Anliegen des 'Künstlers', aber auch die Sicht auf dem Markt klarer und präziser weitergibt.

So, jetzt bist du endlich an der Reihe! Hast du schon deine Anfangsidee gefunden?