Gründen-Live: Mehr Kopf statt Kapital. Intelligenter Wirtschaften

Dieser Onlinekurs basiert auf den Methoden und Techniken aus dem Buch “Kopf schlägt Kapital” von Prof. Faltin. Der Kurs ermöglicht es Dir systematisch Ideen weiterzuentwickeln und diese zu einem innovativen und tragfähigen Konzept auszuarbeiten. Die Texte, Trainingsvideos und Aufgaben der neun Module führen Dich Schritt für Schritt zu Deinem Entrepreneurial Design. In der passwortgeschützten Gründen-Live Community kannst Du den Kurs jederzeit individuell beginnen. Zudem findest Du in der Mediathek viele Interviews, Links zu hilfreichen Quellen sowie inspirierende Vorträge.

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Modul 4: Potenzial in Vorhandenem entdecken

Die wahre Entdeckung besteht nicht darin, Neuland zu finden, sondern die Dinge mit neuen Augen zu sehen.

Marcel Proust

Prof. Faltin wird oft gefragt, woran man erkenne, dass ein Entrepreneurial Design ausgereift ist? Wir sagen Dir: Du spürst es. In Deinem Hintern! Wenn Du ein gutes Design entwickelt hast, das deutlich erkennbare Marktvorteile aufweist, mögliche Imitatoren und ihre Angriffsflächen mitdenkt und all die anderen Fragen, was ein gutes Design leisten soll - wenn Du das alles durchdacht hast und Antworten dazu gefunden hast, dann kannst Du nicht mehr still sitzen. Aber denke daran: solange Du Zweifel hast, gründe nicht!

Innovativ, ohne etwas Neues zu erfinden

Innovation ist beim Gründen ein wichtiges Thema und für Dich und Dein Unternehmenskonzept von höchster Bedeutung. Aber Innovation wird heutzutage viel zu schnell und selbstverständlich mit Erfindungen, technischen Patenten oder neuer Technologie gleichgesetzt. Erfolgreiche Entrepreneurial Designs sind aber oft innovativ, ohne etwas Neues zu erfinden - das Neue liegt nämlich in der Neu-Komposition.

Kennst Du das nicht auch? Du gehst durch den Laden, surfst im Internet oder sitzt mit Freunden zusammen - und auf einmal siehst Du etwas ganz Alltägliches, dass auf einmal ganz anders gebraucht wird oder perfekt neu kombiniert ist. So, wie Du nie gedacht hättest, dass es funktioniert?

Hühnerfüße neu kombiniert

Der Voice-over-IP-Anbieter Skype ist hierfür ein gutes Beispiel aus der Praxis. Eine weitere etwas ungewöhnlichere, Geschichte ist die von Sergio Rial, Bankmanager aus Brasilien. Er wurde von seinem Arbeitgeber der ABN AMRO Bank zum Aufbau nach China beordert. Dort arbeitet er sich in das Bankwesen des Landes ein, aber ihm fällt sofort noch etwas anderes auf: Hühnerfüße. Ja, Hühnerfüße, die in China überall gegessen werden. Nicht nur die Schenkel, wie bei uns, sondern auch die Krallen - sie gelten dort als Delikatesse. In Brasilien isst kein Mensch Hühnerfüße. Auch in Argentinien und anderen südamerikanischen Ländern nicht. Dabei sind Brasilien und Argentinien führende Hühnerproduzenten dieser Welt. Was passiert dort mit den Hühnerfüßen? Sie werden weggeworfen. Du kannst Dir den Rest der Geschichte denken. In der "Far Eastern Economic Review" hieß es dazu lapidar: Rial fing an, den Strom von Hühnerfüßen von Südamerika nach Asien zu koordinieren.

 

Auch das ist Innovation: Neues aus bereits Vorhandenem entwickeln. Dieses Neu-Denken und Neu-Kombinieren beschränkt sich nicht nur auf Produkte, sondern kann auch für Dienstleistungen angewendet werden.

So, jetzt bist Du wieder an der Reihe: Welche weiteren Unternehmen fallen Dir noch ein, die "Potenzial in Vorhandenem entdeckt" haben?